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Österreichische Pinscherzucht im Klub für Österreichische Pinscher (KÖP)
oder Augen auf beim Welpenkauf

Der Österreichische Pinscher ist eine vom Aussterben bedrohte Hunderasse. Seit seiner Anerkennung im Jahre 1928 haben Züchter immer mit dem Problem der kleinen Population und daraus folgend sich schnell erhöhenden Inzuchtkoeffizienten zu kämpfen. In den 70iger Jahren wäre die Rasse beinahe ausgestorben - ein einziger Rüde mit Papieren war übrig geblieben. Mit Landpinschern und diesem Rüden wurde ein neuer Versuch gestartet. Die Rasse ist immer noch im Aufbau und es bedarf sicherlich noch einiger Zeit, um von einer stabilen Population sprechen zu können.

Daher fördert der Klub für Österreichische Pinscher (KÖP) einerseits die Zucht nach populationsgenetischen Kriterien und andererseits die Einkreuzung von Landpinschern. So hoffen wir der Rasse eine Zukunft geben zu können und die robuste Gesundheit des österreichischen Hof- und Haushundes zu erhalten.

Was sind Landpinschereinkreuzungen?

Landpinscher sind die Urform der FCI-Rasse Österreichischer Pinscher. Sie müssen in Wesen, Gesundheit und Aussehen den Rassemerkmalen entsprechen und können nach Begutachtung und Erfüllung der Zuchtkriterien in der Zucht verwendet werden (Register-Papiere). Keinesfalls sind Landpinscher irgendwelche Mischlinge oder gar Rassekreuzungen. Sie werden sorgfältig ausgewählt, um den Genpool der Rasse zu vergrößern und den Inzuchtkoeffizienten der Population zu senken. Leider sind Landpinscher nur noch selten zu finden. Also falls sie einen zu kennen glauben........

Was ist Zucht nach populationsgenetischen Kriterien?

Kurz gesagt: Bei der Planung einer Paarung wird hierbei nicht nur auf die Paarung selbst, sondern auch auf die Auswirkungen auf die Gesamtpopulation Rücksicht genommen. D.h. es werden möglichst viele verschiedene Zuchttiere eingesetzt und nicht nur einzelne Championrüden. Paarungen werden nicht wiederholt, sondern Zuchttiere immer wieder anders angepaart, damit die genetische Vielfalt erhöht wird. Und es werden dem Züchter in Anpaarungsempfehlungen nur Rüden vorgeschlagen, die mit der Hündin einen möglichst niedrigen Inzuchtkoeffizienten erreichen.

Was ist der Inzuchtkoeffizient (IK)?

Der IK wird nach einer mathematischen Formel aus den Abstammungsangaben der Elterntiere einer Paarung berechnet. Wir nutzen hierzu das Computerprogramm Optimate und rechnen auf 10 Generationen. Je höher der IK (in Prozent) desto stärker sind Vater und Mutter verwandt. Beispielweise ergibt eine Vollgeschwisterpaarung 25%, eine Halbgeschwisterpaarung 12,5%. Wir streben an den IK kontinuierlich abzusenken (derzeit sind max. 10% erlaubt und weniger erwünscht). In einer Studie an Pudeln hat man herausgefunden, dass Pudel mit einem IK unter 6,25% um durchschnittlich 4 Jahre länger lebten, als Pudel mit einem IK von mehr als 25%.

Und was ist sonst noch erforderlich?

Außerdem verlangt der KÖP von seinen Zuchttieren eine „Gesundenuntersuchung“ beim Tierarzt und die Meldung von sonstigen Auffälligkeiten. Eine HD-Untersuchung ist erwünscht.
Die ÖKV Zuchtordnung sieht eine Formwertbeurteilung vor und ab 1.10.2004 ist eine Prüfung (mind. BGHA) für Zuchttiere erforderlich.

Und was uns besonders am Herzen liegt ist die Einhaltung gewisser Mindestanforderungen bei der Haltung der Welpen und erwachsenen Hunde der Züchter. Denn das Wesen eines Hundes wird in großem Ausmaß durch die Haltung in den ersten Lebenswochen bestimmt. Es entwickeln sich beispielsweise die Lernfähigkeit und Fähigkeit zur sozialen Bindung und die Ersterziehung durch die Mutter und andere erwachsene Hunde ist sehr wichtig für die spätere Eingliederungsfähigkeit in Familienstrukturen.
Wir haben daher in der Zuchtordnung - Anhang 1 Mindesthaltungsbedingungen fixiert. Viele unserer Züchter bemühen sich, zu unserer Freude, auch noch weit darüber hinaus.

Welpen, die diesen recht umfangreichen Bedingungen entsprechen, erhalten das sog. KÖP-Zertifikat.

Die Zucht nach oben beschriebenen KÖP-Richtlinien ist für Züchter derzeit auf freiwilliger Basis. Auch sie sind von unseren Grundsätzen überzeugt und nehmen daher einen Mehraufwand gerne auf sich.

Anmerkung: Die Zuchtbuchführung des Österreichischen Pinschers liegt noch beim ÖKV direkt. Es gibt daher auch Züchter, die NICHT nach ÖKV UND KÖP-Richtlinien, sondern alleinig nach ÖKV-Zuchtordnung züchten.

Die KÖP Zuchtordnung steht hier zum Download bereit:

Zuchtordnung des KÖP