Welpenvermittlung

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Zuchtordnung

Der Klub für Österreichische Pinscher wurde gegründet um die hochgefährdete FCI-Rasse Österreichischer Pinscher zu erhalten! Er hat die Rassevertretung im Rahmen des ÖKV über. Das Zuchbuch liegt aufgrund des jungen Klubs noch direkt beim ÖKV. Der KÖP ist daher vorallem auf den guten Willen der ÖKV-Zuchtbuchführung angewiesen. Das vom Klub verfolgte Erhaltungszuchtprogramm (inkludiert auch Mindesthaltungsbedingungen) ist in der Zuchtordnung des KÖP definiert. Wir versuchen gemeinsam mit engagierten Pinscherfreunden den schwierigen Weg zwischen den Anforderungen eines Erhaltungszuchtprogrammes und der traditionellen Rassehundezucht zu gehen. Da das eine, das andere beinahe ausschließt, benötigen wir jede Hilfe nur zu dringend! Dazu brauchen wir vorallem Pinscherbesitzer, die gewillt sind ihren Hund in die Zucht einzubringen. Dazu gehören Gesundenuntersuchungen, Ausstellungsbewertungen, Gehorsamsprüfungen usw.

Für den KÖP sind die Zuchtziele: Österreichische Pinscher mit hofhundtypischem, ausgeglichenen Charakter, robuster Gesundheit und standardgemäßem Aussehen mit erhaltener Vielfalt. Außerdem werden Paarungen auch im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Gesamtpopulation geplant. Als Hilfsmittel für die Paarungsplanung benutzen wir das Computerprogramm Optimate, das speziell für gefährdete Populationen entwickelt wurde. Einer der relevanten Faktoren ist dabei der Inzuchtkoeffizient (IK), den wir auf 10 Generationen berechnen. Einerseits ist der IK für die Gesamtpopulation relevant, andererseits auch für das Individuum (siehe auch unter Gesundheit). Wir empfehlen unseren Züchtern derzeit bis max. 10 Prozent, wenn möglich niedriger.
Als Beispiel:
Bei Verpaarung von ansonsten nicht verwandten Halbgeschwistern bekommen wir einen IK von 12,5%,
bei Verpaarung von Vollgeschwistern einen IK von 25%.

Leider konnten sich noch nicht alle österreichischen Züchter dazu entschließen am KÖP-Erhaltungszuchtprogramm teilzunehmen. Aber wir sind guter Dinge.

Und jetzt zu den Voraussetzungen beim Käufer und Züchter:

Anforderungen beim Welpeninteressenten

Einen Hund in die Familie aufzunehmen bedeutet mehr als bloß ein Tier zum Füttern, Streicheln, Ausführen usw. zu haben. Der Hund als hochsoziales Lebewesen, sieht sie als seine Familie, seine Eltern an. Er möchte zu ihnen eine enge Bindung aufbauen und von ihnen durch all seine Entwicklungsphasen geführt werden. Er möchte, dass sie so wie Eltern in Situationen, die er alleine nicht meistern kann lenkend eingreifen, ihm Rückhalt bieten und ihm sagen was er im Zweifelsfall tun soll. Pinscher ist nicht gleich Pinscher und selbst das Individuum entwickelt sich stetig, vom Welpen zum Pubertierenden, vom Pubertierenden zum jungen Erwachsenen, zum vollausgereiften Adulten, zum älteren Hund und schließlich zum Greis. Es ergeben sich immer neue Facetten im Zusammenleben und nur wenn sie bereit sind ihrem Hund diese Aufmerksamkeit zu geben (und das im Schnitt 14 Jahre lang), sollten sie einen Pinscher in ihre Familie integrieren.

Sowohl Land als auch Stadtleben ist mit einem Pinscher möglich. Entscheidend ist nicht was man lebt, sondern wie man es lebt. Hundehaltung in der Stadt ist allerdings wesentlich zeitaufwendiger. Und wenn wir schon bei der Zeit sind. Kein Hund sollte länger als täglich 4-5 Stunden allein sein müssen. Das gilt nur für den erwachsenen Hund. Welpen müssen behutsam und langsam ans immer längere Alleinbleiben gewöhnt werden und die Erziehung zur Stubenreinheit erfordert ebenfalls ein grosses Maß an Aufmerksamkeit.
Eine Empfehlung möchten wir für gut geführte Welpenprägungsspieltage geben. Sie und ihr Kleiner können dort sehr viel lernen. Insbesondere die Sozialisation mit Mensch und Hund wird hier gefördert und das ist für den Pinscher, von dem als Hofhund eine gewisse Vorsicht im Umgang mit Unbekanntem gefordert wird, in unserer heutigen Welt nur von Vorteil.

        

Anforderungen beim Züchter

Im Klub für Österreichische Pinscher wünschen wir uns "Hobbyzüchter", die mit ihrer Hündin, einem heißgeliebten Familienmitglied, 1bis 2 Würfe aufziehen. Die Welpen sollen im Kreis der Familie aufwachsen, schon von Anfang an viel Kontakt zu Menschen jeden Alters haben und außerdem frühzeitig die diversesten Umwelteindrücke erleben können. Verschiedene Bodenoberflächen, Klettermöglichkeiten und vielfältigste Varianten an "Spielzeug" fördern die geistige Entwicklung und somit die spätere Lerndisposition. Auch Kontakt zu anderen Haustieren, insbesondere Hunden ist wichtig und wenn die Kleinen älter sind begleiten sie Mama dann auf Spaziergänge z.B.: in den Wald, ans Wasser, in die Stadt, zum Tierarzt usw. Autofahren haben sie bei diesen Gelegenheiten natürlich auch schon gelernt. Da Mama, ihr Mensch oder andere hundliche Rudelmitglieder die Welpen ständig betreuen, werden allzu wildes Spiel oder Pöbeleien gestoppt, Tabus etabliert und so die ersten und sehr wichtigen Erziehungsschritte gemacht. Wir sind überzeugt davon dass ein Großteil unserer "Züchter", die selben Wünsche haben wie wir und sich mit bestem Wissen und Gewissen bemühen werden ihre Welpen gut auf das spätere Leben vorzubereiten. Denn die ersten Lebenswochen eines Hundes sind nicht unwesentlich für die spätere Entwicklung eines Hundes. Was aber wirklich aus ihrem kleinen Pinscher wird, bestimmen letztendlich zum Großteil sie.

Da wir Haltungsbedingungen nicht rund um die Uhr überwachen können, bitten wir sie ihre Züchterbesuche mit offenen Augen zu machen und kritisch zu Hinterfragen wenn ihnen etwas auffällt. Jeder gute Züchter wird gerne Auskunft geben (er wird sie im übrigen auch "Durchleuchten") und natürlich können sie auch bei der Geschäftsstelle und bei der Welpenvermittlung Fragen stellen.

Verbindlich für KÖP-Züchter ist das Einhalten der Mindesthaltungsbedingungen im Anhang 1 der Zuchtordnung.